Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste

 

Auch für stationäre Pflegeeinichtungen und ambulante Pflegedienste ist eine korrekte Einstufung wichtig.

 

 

Für Pflegeeinrichtungen

 

Wenn ein Pflegebedürftiger in einer zu niedrigen Pflegestufe eingruppiert ist, erbringt die Einrichtung Mehrleistungen in der Pflege, die nicht vergütet werden.

 

Die Interessen der Einrichtung und des Pflegebedürftigen gehen bei der Frage der Höherstufung weit auseinander, denn durch die Erhöhung der Pflegestufe erhöht sich auch der Eigenanteil des Pflegebedürftigen an den Kosten für das Pflegeheim.

 

Nach neuester Gesetzeslage (§87a SGB XI) kann die Einrichtung ab dem 2. des drauffolgenden Monats den höheren Betreuungssatz abrechnen, wenn der Patient (oder der Angehörige) sich weigert einen Höherstufungsantrag beim MDK zu stellen.

Da dies für Unstimmigkeiten auf beiden Seiten sorgen kann, ist es sinnvoll im Vorfeld ein unabhängiges Pflegegutachten zu erstellen, um den tatsächlichen Hilfebedarf festzustellen.

 

 

 

Für ambulante Pflegedienste

 

Die Praxis zeigt, dass die Pflegestufe ein Richtmaß für den Umfang der eingekauften Leistung bildet, denn eine höhere Pflegestufe ermöglicht dem Kunden mehr professionelle Leistungen einzukaufen. Dies kann sich umsatzsteigernd für ihr Unternehmen auswirken.